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Ab sofort finden sie Informationen zu SKAN Körpertherapie und Streaming Theatre, sowie aktuelle Termine auf der gemeinsamen Homepage von Susanne Graff und Rainer Conrad, Steaming Theatre Cologne, Studio für Skan Körpertherapie und Theaterarbeit.

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Streaming Theatre

Oft fällt es schwer, uns mit der wiedergewonnenen Lebendigkeit zu zeigen. Es erfordert Mut und Übung, vom Kern aus zu fühlen und zu handeln. Die erlebten Öffnungen sind schwierig im Alltag zu integrieren, der Panzer greift schnell, und Angst vor Ablehnung und Konsequenzen sind oft stärker, als die Sehnsucht sich der Welt zu präsentieren, wie und wer man ist.

Es erfordert Training. Dieses Training bietet die Theaterarbeit, das Streaming Theatre – ein von Al Baumann entwickeltes Instrumentarium, das hilft, den neugewonnenen Ausdruck von der Therapiesituation ins Leben zu holen.

Ich selber habe früher dieser speziellen Form der Theaterarbeit immer mit großer Aufregung, Neugierde und Schrecken gegenüber gestanden. Warum soll ich auf die Bühne, was passiert da und was habe ich davon?

Ich möchte kurz erläutern, wie ich die Theaterarbeit verstehe und umsetzen möchte. Ersteinmal gibt es das besondere Setting Bühne/Publikum. Das Feld zwischen den Zuschauern und demjenigen, der auf der Bühne steht, kann radikal intim, aufregend und ehrlich sein. Wenn wir es wagen, können wir uns auf der Bühne ausprobieren, ausbreiten mit uns selber und unseren ganzen Facetten, die wir in uns tragen, und die wir sonst unter Verschluss halten. Ein großes Gefühl von Freiheit kommt über und in uns.

Mir geht es bei dieser Arbeit nicht um das "zur Schau Stellen" oder "Spielen" eines bestimmten Charakters, sondern um ein Offenbaren der in diesem Moment vorhandenen Stimmung und Gefühlslage. Das kann sich in der Mimik, Gestik, einer Handlung oder auch in Sprache äußern. Oder auch einfach nur im Ausdehnen und Raum einnehmen. Oft ist es genau das, was wir uns nicht trauen: Sich mit dem, was ist, zu zeigen und darüber mit dem Publikum Kontakt aufzunehmen. Tun wir es doch, so ermöglicht uns dies einen größeren Handlungsspielraum. Auf der Bühne und im Leben.

Mein Anliegen ist es, zunächst ein Gefühl für diese verschiedenen Qualitäten der Stimmungen zu entwickeln. Ich möchte mit wenig Text arbeiten und hauptsächlich dem Körper den Ausdruck überlassen. Das Wunderbare daran ist, dass beides ein Wechselspiel sein kann. Die Stimmung formt den Körper und umgekehrt. Hierzu ist es nötig, dass wir in uns einen Ort finden, wo wir zentriert sind, wo unsere Essenz liegt. Von da kommen die Impulse. Diese können immer anders sein, je nachdem, ob man alleine oder zu zweit auf der Bühne ist.

Letztendlich ist es eine Hingabe an den eigenen Körper und gleichzeitig ein Kontaktaufnehmen mit der Welt. Wie ein Tanz.